Ob pittoreske Hommage an die Heroen der hohen Kunst wie Vincent van Gogh und Pablo Picasso oder satirische Kommentierungen der hehren Rituale des Kulturbetriebs, ob herrlich Skurriles zu Machtgehabe und Machogetue oder ironische Persiflagen auf Gen-Techniken und parapsychologische Phänomene: Es ist schnell zu spüren, dass Patricia Wallers Œuvre nicht oberflächlich angelegt ist und zur harmlosen Erbauung auffordert, sondern in der handfesten Welt der Alltagserfahrung und ihren Problemen verankert ist. Die Harmonie, die in manchen Inszenierungen auf den ersten Blick zu herrschen scheint, trügt. Der Be-trachter ahnt, dass das Böse und Unvorstellbare jederzeit in den schönen Schein behüteter Welten einbrechen kann.
Surreales, Absurdes und Paradoxes mischen sich auch in den aktuellen Arbeiten der Künstlerin, die unter dem Titel „Bad Luck“ vom 7. November bis 3. Januar in der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück zu sehen sind. Nicht selten kommt es zu skurrilen Haushaltsunfällen oder kuriosen Todesfällen. Und dem Ordnungsfetischismus vom "Homes and Gardens-Livestyle" sind Schildkröte, Maulwurf und Kaninchen zum Opfer gefallen. Eine überfahrene Katze rundet das Szenarium ab. So entpuppen sich "Heimidyllen" als Spielorte von Komik und Tragik zugleich. Das Raubtier Mensch kann überall und ohne Vorwarnung zuschlagen.


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