Im Frühmittelalter bestand die Landschaft hier aus flächigen Schwemmsandablagerungen, die durch die sumpfigen Auen der Hase und ihrer Nebengewässer in fünf inselartige Gebiete, so genannte Niederterrassen, gegliedert wurden. Hochwasserfrei waren in karolingischer Zeit im Kernbereich der höher gelegene Teil einer Niederterrasse um den späteren Dom und eine kleine ovale Sandkuppe im Westen, später Standort der Marienkirche.
Um das Jahr 780 wurde am Standort des heutigen Domes eine Missionsstation zur Christianisierung der heidnischen Sachsen gegründet. Bereits Anfang des 9. Jahrhunderts entstand hier eines der ersten sächsischen Bistümer. Der neue Bischofssitz entwickelte sich rasch zu einer Domburg, einem befestigten Siedlungsplatz mit Kathedralkirche, Kloster, Bischofsresidenz und den erforderlichen Wirtschaftsanlagen zur Versorgung der Bewohner. Dieser neu geschaffene Komplex war die Keimzelle der späteren mittelalterlichen Stadt Osnabrück.


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