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Berufsbildende Schulen

Die Berufsausbildung in Deutschland erfolgt überwiegend im Dualen System. Dieser Begriff bedeutet Ausbildung in einem Betrieb, in der Verwaltung oder in Praxen eines freien Berufs einerseits und in der Berufsschule andererseits, also an zwei Lernorten: im Betrieb und in der Berufsschule.

Alle Auszubildenden müssen nach den Bestimmungen des Niedersächsischen Schulgesetzes grundsätzlich die Berufsschule besuchen, unabhängig davon, ob die allgemeine zwölfjährige Schulpflicht bereits erfüllt ist oder nicht. Ferner ist dort festgelegt, dass die Unterrichtszeit in der Berufsschule entsprechend der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz im Gesamtdurchschnitt mindestens zwölf Unterrichtsstunden je Unterrichtswoche betragen soll.

Folgende Schulformen können an den berufsbildenden Schulen geführt werden:

  • Berufsschule: In der Berufsschule werden die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Ausbildungsberufe in der Regel in eigenen Fachklassen unterrichtet.
  • Berufseinsteigsschule: Diese neue Schulform umfasst das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und die Berufseinstiegsklasse (BEK). Im BVJ steht die individuelle Förderung mit einzelfallbezogener Zielsetzung im Vordergrund, in der BEK ist das gemeinsame Ziel der Hauptschulabschluss bzw. die Verbesserung der Ausbildungsreife.
  • Berufsfachschule (BFS): Neben der Ausbildung im dualen System kann ein Beruf teilweise oder auch vollständig in einer beruflichen Vollzeitschule, der Berufsfachschule, erlernt werden
  • Fachoberschule (FOS): Die Fachoberschule vermittelt den Schülerinnen und Schülern eine erweiterte und vertiefte fachpraktische und fachtheoretische Bildung. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung wird die Fachhochschulreife und die Berechtigung zum Besuch der Fachhochschule erworben.
  • Berufsoberschulen (BOS): Berufsoberschulen sind zweijährige vollzeitschulische Bildungsgänge (Klasse 12 und Klasse 13), in denen die fachgebundene Hochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife erworben werden kann.
  • Das Berufliche Gymnasium: Berufliche Gymnasien sind dreijährige vollzeitschulische Bildungsgänge, die zum Abitur führen und die Allgemeine Hochschulreife vermitteln.
  • Fachschule (FS): Die Fachschule ist eine wesentliche Säule der beruflichen Weiterbildung. Die Ausbildungsgänge und Abschlüsse sind auf den beruflichen Aufstieg ausgerichtet.

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