Im Rahmen der Erstellung des Masterplan Mobilität (Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes) sind nun die verkehrlichen Auswirkungen einer Entlastungsstraße West mit Hilfe eines digitalen Verkehrsmodells für den Zeitraum bis zum Jahr 2025 untersucht worden. Ergebnis ist, dass die verkehrliche Bedeutung der Entlastungsstraße West sich aus der Verkehrserzeugung des Stadtteils Westerberg und den Tangentialbeziehungen im westlichen Stadtbereich ergibt. Die verkehrliche Bedeutung resultiert nicht aus gesamtstädtischen Durchgangsverkehren oder gar überörtlichen Durchgangsverkehren.
Es wird eine ebenerdige Straße mit insgesamt zwei Fahrspuren favorisiert, die nicht den Charakter einer Umgehungsstraße hat, sondern dem einer Stadtstraße entspricht. Die Entlastungsstraße West soll durch mehrere Knotenpunkte an relevanten Stellen mit dem Straßennetz des Stadtteils verknüpft werden. Diese Anbindungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Entlastungswirkung im Stadtteil Westerberg. Die größte Entlastung würden die Straßenzüge Mozartstraße/ Lieneschweg/ Händelstraße/ Gluckstraße und Am Natruper Holz erfahren. Bei diesen Straßenzügen ist vorgesehen, die Durchfahrmöglichkeiten für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr zu unterbrechen. Entlastungen werden auch für die Albrechtstraße / Caprivistraße, Lotter Straße, Natruper Straße und die nordwestlichen Wall-Straßen prognostiziert.
Die Trassenführung weicht im südlichen Abschnitt vom geltenden Flächennutzungsplan (FNP) ab. Hier ist die Führung über die bestehende Straße Am Finkenhügel geplant, wodurch dort der Abstand zur Wohnbebauung im Vergleich zum rechtsverbindlichen Bebauungsplan Nr. 213 Finkenhügel deutlich vergrößert werden kann.
Am 16. Februar 2010 hat der Rat der Stadt beschlossen, die Planungen für die Entlastungsstraße West zurückzustellen, da eine Finanzierbarkeit nicht gegeben sei. Das Verkehrskonzept Westerberg von 2002 soll aktualisiert werden.






