"Damit Eintracht herrsche und die Trennung der Bürgerschaften keine Zwietracht säe", mit dieser Begründung schlossen sich am 9. März 1307 Alt- und Neustadt Osnabrück zusammen. Dieses wohl nur wenigen geläufige Datum markiert damit vielleicht den eigentlichen Geburtstag der Stadt Osnabrück.
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Rathäuser sind stets eine Verkörperung des städtischen Selbstverständnisses. Auch die Ratsleute der neuen Stadt um Sankt Johann waren fest entschlossen, "zum Nutzen und zum Schmuck" ihres Ortes ein "neues Haus" zu erbauen.
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Zu den historisch bedeutendsten Exponaten der historischen Ausstellung "Stadtalltag um St. Johann" zählte zweifellos das ältere Bürgerbuch der Neustadt.
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Die Osnabrücker Neustadt war zwar die jüngere und im Blick auf die Einwohnerzahl wohl auch deutlich kleinere Schwester der Altstadt, aber kaum deren unbedeutendes Anhängsel, wie es zum Teil in der älteren Forschung des 19. und 20. Jahrhunderts zu lesen ist.
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Christian Franz Thorbecke war einmal eine einflussreiche Persönlichkeit in Osnabrück. Als Importeur und Tabakfabrikant verdiente er sein Geld im Handel mit Übersee. An den einstigen Bürgermeister und seine Familie erinnert noch heute die Thorbeckestraße auf dem Kalkhügel zwischen Brinkhofweg und Spiegelkamp.
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Noch heute kommen Osnabrücker Senioren ins Schwärmen, wenn sie sich an das "Haus Fürstenberg" erinnern, das bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in der Johannisstraße/Ecke Seminarstraße stand. Es galt als besonders gelungenes Beispiel eines Gebäudes im Stil der Weserrenaissance.
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Im Herbst 1791 zogen dunkle Wolken über Europa auf: Die höfische Welt sah sich durch die Französische Revolution in ihrer politischen Ordnung bedroht. Preußen war bereits mit Österreich ein Militärbündnis eingegangen, und an den europäischen Fürstenhöfen diskutierte man über einen möglichen Krieg gegen Frankreich. Gleichwohl lebte es sich bei Hofe nicht schlecht, wie ein Dokument vom Oktober 1791 aus dem Osnabrücker Schloss-Weinkeller zeigt.
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