Umweltfreundliche Erneuerung der städtischen Fahrzeuge
Im Jahr 2006 besaß die Stadt Osnabrück noch viele Fahrzeuge, die nur den Euro-Standard 0, 1, 2 und 3 erfüllten. Insbesondere hinsichtlich der Feinstaubreduzierung markiert der Sprung von Euro 3 nach Euro 4 eine wichtige Grenze, da er bei Nutzfahrzeugen nur mit dem Einsatz von Rußpartikelfiltern zu erreichen ist. Von den 300 dieselbetriebenen Fahrzeugen der Stadt Osnabrück werden bis Ende 2011 etwa 230 Fahrzeuge mit Rußpartikelfiltern nachgerüstet oder durch umweltfreundliche Modelle ersetzt.
Zu diesen gehören:
- Gasbetriebene Fahrzeuge
- Müllfahrzeuge mit der so genannten adblue-Technik, die auch Stickstoffdioxid reduziert
- Rettungswagen und Feuerwehrfahrzeuge,
- Kleintransporter,
- Kehrmaschinen und
- normale Dienstwagen
Bei den verbleibenden circa 70 dieselbetriebenen Fahrzeugen handelt es sich um
- Ersatzfahrzeuge, die ausschließlich außerhalb der Umweltzone oder in Notfällen eingesetzt werden
- selbstfahrende Arbeitsmaschinen, die nicht nachgerüstet werden müssen
- Fahrzeuge der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr, die nur wenige Kilometer im Jahr fahren und
- Fahrzeuge zur Straßenunterhaltung.
Mit dieser Maßnahme soll die Feinstaub-Emission der gesamten städtischen Fahrzeugflotte um 70 Prozent gesenkt werden. Die Stadt geht dafür in die Offensive und greift tief in die Kasse: Bis 2011 standen knapp zwei Millionen Euro für diese Maßnahmen zur Verfügung.
Busflotte der Stadtwerke Osnabrück
Im Jahr 2006 war bereits fast die Hälfte der Busflotte der Stadtwerke Osnabrück mit Rußpartikelfiltern ausgerüstet. Seit 2011 haben alle Busse der Stadtwerke Osnabrück AG einen Abgasstandard, der zur grünen Plakette befähigt. – Rund 60 Prozent dieser Flotte erfüllt sogar die strenge Euro-5-Norm beziehungsweise den EEV-Standard. Die Fahrzeugflotte der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS), die ebenfalls im Stadtgebiet den Liniendienst bedient, wird bis zum Jahr 2012 zu fast 60 Prozent über eine grüne Plakette verfügen.

Kfz-Beschaffungsrichtlinie der Stadt Osnabrück
Der Rat Stadt Osnabrück hat am 18. Juli 2006 eine umfangreiche Richtlinie zur Beschaffung von städtischen Fahrzeugen erlassen. Diese Richtlinie, die auch die städtischen Tochtergesellschaften (beispielsweise Stadtwerke) mit einbezieht, berücksichtigt sowohl die Feinstaubreduzierung, als auch die Reduktion von Stickoxiden.