Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation Direkt zur Sucheingabe

Villa Schlikker 

Topografien des Terrors – Nationalsozialismus vor Ort

Vortragsprogramm 2014

02.09.2014. Das Kulturgeschichtliche Museum möchte mit seiner Vortragsreihe "Topografien des Terrors – Nationalsozialismus vor Ort" zur Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie und ihrer Zeit anregen. Veranstaltungsort ist mit der Villa Schlikker die einstige Osnabrücker NSDAP-Zentrale. Als Museum für die Osnabrücker Geschichte des 20. Jahrhunderts ist die Villa heute zentrales Forum einer kontinuierlichen Erinnerungsarbeit zur NS-Geschichte.

Donnerstag, 18. September 2014, 19.30 Uhr, Villa Schlikker
"... für euren Glauben Zeugnis abzulegen in der Welt." Die katholische Kirche Osnabrücks in der NS-Zeit
Dr. Hermann Queckenstedt, Diözesanmuseum Osnabrück
In der NS-Zeit bewegten sich die Katholiken Osnabrücks zumeist zwischen Anpassung und Ablehnung. Dies gilt für den bis heute die öffentliche Meinung polarisierenden Bischof Wilhelm Berning wie die örtlichen Kirchengemeinden. Im Zentrum ihrer Anstrengungen stand die Absicherung kirchlichen Lebens und christlichen Glaubens, die von der Katholischen Aktion geprägt war. Zugleich wurden Zwangsarbeiterinnen in kirchlichen Einrichtungen wie dem Marienhospital eingesetzt. Der Referent spürt Verhaltensmustern der Katholiken Osnabrücks und ihrer Kirche zwischen 1933 und 1945 nach und stellt diese zur Diskussion.

Donnerstag, 13. November 2014, 19.30 Uhr, Villa Schlikker
Günstige Geschäfte. Interessen am Osnabrücker Synagogen-Grundstück – 
Gestapo, Oberbürgermeister und Regierungspräsident
Dr. Michael Gander, Gedenkstätte Augustaschacht
An der nationalsozialistischen Entrechtung und Verfolgung der Juden in Deutschland bereicherte sich auch die öffentliche Hand in Osnabrück. Der Vortrag widmet sich den Hintergründen des Abrisses der Osnabrücker Synagoge nach der Pogromnacht im November 1938 durch den damaligen Oberbürgermeister und der Aneignung des Synagogengrundstückes mitsamt dem Schulgebäude durch den Osnabrücker Regierungspräsidenten mit Hilfe der Stadtsparkasse Osnabrück. Ebenso wird gezeigt, wie der Regierungspräsident sich schließlich in der Bundesrepublik der Rückgabe des Grundstücks nicht zuletzt mit rechtlichen Einwänden widersetzte.

Zurück   Seitenanfang