Es setzt sich aus drei Elementen zusammen:
Internationales Renommee besitzt die Gemäldesammlung des 1944 in Auschwitz ermordeten Osnabrücker Malers Felix Nussbaum. Für diese Sammlung hat der New Yorker Architekt Daniel Libeskind die sprechende Architektur des Felix-Nussbaum-Hauses geschaffen. Sie ist nicht nur das erste vollendete Werk des weltweit anerkannten Museumsarchitekten, sondern sie besticht auch durch ihre topografischen Bezüge zur Osnabrücker NS-Geschichte. Eine der "Lines of thought" weist auf die Villa Schlikker, die ehemalige Osnabrücker NSDAP-Parteizentrale, direkt neben dem Felix-Nussbaum-Haus gelegen und heute Teil des Museum für die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Osnabrück.
Im unmittelbaren Nebeneinander von Felix-Nussbaum-Haus und ehemaligem "Braunen Haus" besitzt die Stadt Osnabrück in zentraler Lage eine außergewöhnliche museal-topografische Konstellation, die Raum schafft für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Erinnerungsarbeit zur NS-Geschichte. Während im Felix-Nussbaum-Haus über die Kunst der thematische Zugang erfolgt, werden in der Villa Schlikker der Alltag des Nationalsozialismus sowie seine Ursachen und Auswirkungen in den Vordergrund gestellt. Die dort installierte stadtgeschichtliche Dauerausstellung zur Alltagskultur des 20. Jahrhunderts bietet den Rahmen für generationsübergreifende Begegnungen. Die Villa Schlikker ist ein offenes Forum, in dem sich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der NS-Zeit unter wissenschaftlicher Begleitung regelmäßig mit ihrer erlebten Geschichte auseinandersetzen. Sie ist zugleich ein authentischer Lernort für Schulklassen und Geschichtsstudierende. Kein Ort in Osnabrück könnte den Wandel von der Diktatur zur Demokratie besser verkörpern.
Ziel der vielfältigen Museumsangebote ist es, langfristig und nachhaltig eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Osnabrück zu befördern.




Ihre Meinung