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"Osnabrück 1945" 

Zeitzeugen-Arbeitskreis in der Villa Schlikker

Programm 2010

Zentrale der NSDAP in der Villa Schlikker, um 1933
Zentrale der NSDAP in der Villa Schlikker, um 1933
Zentrale der NSDAP in der Villa Schlikker, um 1933
 
Im Arbeitskreis "Zeitgeschichte" des Kulturgeschichtlichen Museums treffen sich in der Villa Schlikker Menschen, die die Zeit des Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit miterlebt haben. Zeitzeugen und Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Treffpunkt ist jeweils einmal monatlich mittwochs um 10.30 Uhr in der Villa Schlikker, direkt neben dem Hauptgebäude des Kulturgeschichtlichen Museums. Der Eintritt ist frei.

Auch Schulklassen, die Interesse an bestimmten Themen haben, sind herzlich willkommen. Aus organisatorischen Gründen wird darum gebeten, sich frühzeitig mit dem Kulturgeschichtlichen Museum unter Telefon 0541 323-2207 in Verbindung zu setzen. 

Programm:

Am 14. April werden die Ergebnisse der drei vorhergegangenen Sitzungen vertieft.

Wie verhielten sich NS-Gesellschaft und Nachkriegsdeutschland zur "Fahnenflucht", zu Militärjustiz und zu Fragen der Entschädigung verurteilter desertierter Soldaten? "Deserteure – Feiglinge?" ist das Thema am 12. Mai.

In der Kriegs- und Nachkriegszeit hatte das Verhältnis zwischen Mensch und Natur sehr unterschiedliche Facetten. Erinnerungen an organisierte Sammlungen, beispielsweise von Pilzen und Bucheckern, sowie an das Wandern in der "grünen Lunge" abseits der kriegszerstörten Städte werden unter dem Titel "Mensch und Natur" am 16. Juni wachgerufen.

Nach der Sommerpause geht es am 15. September unter dem Titel "Alltag im zerstörten Osnabrück der unmittelbaren Nachkriegszeit und Erinnerungskultur" weiter. In der Veranstaltung fasst Thorsten Heese, Kurator der Stadtgeschichte am Kulturgeschichtlichen Museum, die wichtigsten Ergebnisse aus den Sitzungen Januar bis April 2010 zur Nachkriegsgeschichte der Jahre 1945 bis 1965 zusammen. Sie sollen im Oktober auf einer deutsch-französischen Tagung der Universität Rouen zur vergleichenden Geschichte der Nachkriegsjahre präsentiert werden.

Wie verbrachten die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in der Kriegs- und Nachkriegszeit ihre Freizeit? Vereine, Parteiorganisationen, Ausflugs- und Tanzlokale, Hörfunk und Fernsehen sowie Freizeit und Propaganda sind die Stichworte des Gesprächs "Freizeit" am 27. Oktober.

Die Kinowelt hat ihre besondere Faszination, ist aber auch anfällig für ideologische Manipulation. Die Fragen in der Arbeitskreissitzung "Die ‚heile Welt’ des Kinos" am 17. November kreisen um erste Kinoerlebnisse, Stummfilme und das Kino als Propaganda-Ort in der NS-Zeit.

In der Arbeitssitzung "Freizeit und Kino" am 15. Dezember werden die Ergebnisse der drei vorhergegangenen Sitzungen vertieft.

 

Villa Schlikker

Heger-Tor-Wall 27/28
49078 Osnabrück



Ansprechpartner:

Dr. Thorsten Heese
Telefon: 0541 323-4435 (nur montags und mittwochs)


heeseosnabrueck.de

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