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"Herrlich ehrlich" 

Kampagne "Herrlich ehrlich"

1,6 Millionen Quadratmeter in bester Lage frei

"Die britischen Streitkräfte ziehen aus Osnabrück ab und machen 160 Hektar in aller bester Lage in Osnabrück frei. Damit ist die zentrale Herausforderung für die Stadtentwicklung der kommenden Jahre umrissen, um die uns andere Städte durchaus beneiden, denn welche andere Stadt vergleichbarer Größenordnung könnte schon ein entsprechendes Areal innenstadtnah zur Verfügung stellen? Um diese Chance und diesen Standortvorteil zu nutzen, brauchen wir Menschen und innovative Unternehmen, die diese Flächen revitalisieren", sagt Oberbürgermeister Boris Pistorius.

Kampagne ''Herrlich ehrlich''
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"Zur Zeit hat Osnabrück 165.000 Einwohner und wir müssen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels alles daran setzen, diese Zahl wenigstens zu stabilisieren. Daher brauchen wir günstige Bauplätze für Familien, die in der Stadt leben wollen", skizziert Pistorius eine weitere zentrale Aufgabe der Stadtentwicklung. "Diese müssen wir zur Verfügung stellen, damit ‚Durchschnittsverdiener’ mit jungen Familien in die Stadt ziehen. Und gerade diese Familien unterstützt die Stadt, indem sie jährlich 100 Familien einen sehr attraktiven Zinszuschuss für ein Bankdarlehen gewährt, das die Entscheidung für die eigenen vier Wände erleichtert."

"Aber zu einer familienfreundlichen Stadt gehört natürlich mehr als ein Bauplatz. Wir investieren in die frühkindliche Betreuung, aber auch in die Schulen, so dass dieser Bereich inzwischen zu einem Schwerpunkt kommunaler Politik geworden ist", sagt der Oberbürgermeister.

"Um aber diese Aufgaben erfolgreich zu lösen, brauchen wir Partner in der Osnabrücker Wirtschaft, die sich ihrem Standort verpflichtet fühlen", erläutert Pistorius. "In den vergangenen Monaten habe ich bei meinen zahlreichen Besuchen bei Osnabrücker Unternehmen eine große Bereitschaft erlebt, sich zum Wohle des eigenen Betriebs auch für den Wirtschaftsstandort Osnabrück zu engagieren. Diese Bereitschaft ist von großer Bedeutung für die Stadt, weil sie erst die wirtschaftliche Vitalität hervorbringt, die das Oberzentrum attraktiv für andere Unternehmen, aber auch für gut ausgebildetes Personal macht. Um beide konkurrieren wir mit anderen Städten aber durchaus auch mit dem Umland, weswegen auch der Einzelhandel – im übrigen ein verlässlicher Partner für die Stadt Osnabrück – eine herausragende Bedeutung hat. Es ist von zentraler Bedeutung, dass Osnabrück bei strategischen Überlegungen national und international agierender Unternehmen nicht übergangen wird. Daher müssen wir immer wieder auf die Attraktivität des Standortes hinweisen."

"Einmal abgesehen davon, dass Kultur unbestreitbar auch ein Wert an sich ist, ist sie eben auch ein sogenannter weicher Standortfaktor, der eine Stadt interessant für Menschen und Unternehmen macht. Daher brauchen wir ein hochwertiges Angebot."

"All diesen Herausforderungen werden wir aber nicht gewachsen sein", bringt der OB ein weiteres zentrales Anliegen auf den Punkt, "wenn wir nicht in der Lage sind, den kommunalen Haushalt weiter zu sanieren. Wir müssen investieren, aber wir müssen - einmal abgesehen von unseren Pflichtaufgaben - vor allem da investieren, wo wir die genannten Aufgaben lösen können, um den entsprechenden Zielen näher zu kommen."

"Aus den genannten Gründen hatte die Stadt gemeinsam mit Osnabrücker Partnern aus der Wirtschaft beschlossen, eine Standortkampagne auf den Weg zu bringen, die die genannten Zielgruppen ansprechen soll", fasst der OB zusammen.

"Lediglich sieben Transparente in der Innenstadt und fünf Plakate am Stadtrand haben eine intensive Diskussion in Osnabrück und eine breite Berichterstattung in Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen hervorgerufen", erläutern Oliver Mix, Geschäftsführer der Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH (OMT), und Pressesprecher Dr. Sven Jürgensen. "Wir wollten mit den Transparenten auch die Osnabrücker über die Standortkampagne informieren. Diese Phase ist inzwischen beendet. Ihre zweite Aufgabe bestand darin, Vorlagen für Anzeigenmotive zu schaffen", fassen sie die Bedeutung des Kampagnenvorlaufs zusammen. Durch die Resonanz auf den Vorlauf konnte in der Öffentlichkeit eine Sensibilität erzeugt werden, die wichtig für die Wahrnehmung der Anzeigenmotive ist.

Folglich startet die überregional ausgerichtete Kampagne eigentlich erst jetzt. "Die Anzeigen werden in Medien geschaltet, die wir einerseits aus dem eher kleinen Gesamtbudget von 280000 Euro bezahlen können, und die andererseits von Zielgruppen gelesen werden, die im Sinne der Ausführungen des OB für Osnabrück wichtig sind", erläutern Mix und Jürgensen.

Geplant sind ab dem 20. September sechs Anzeigen in der Wochenzeitung "DIE ZEIT" und 20 Anzeigen in dem monatlich erscheinenden Wirtschaftsmagazin "brand eins". Zusätzlich erscheinen Anzeigen in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und im "TAGESSPIEGEL". Außerdem plant die Neue Osnabrücker Zeitung für Anfang Oktober eine Beilage in der die Kampagne ebenfalls in Stadt und Region vorgestellt wird.

Zusätzlich haben die Unternehmen, die die Kampagne unterstützen, die Möglichkeit, Tonfall und Gestaltung der Kampagne aufzunehmen, um in "brand eins" für ihr eigenes Unternehmen zu werben.

"Wir sind davon überzeugt", sagen Pistorius, Mix, Jürgensen und Wolfgang Gurk, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO), "dass wir mit den Anzeigen einen charmanten Ton gefunden haben, der Osnabrück in ein attraktives Licht stellt, für das Städte wie Washington, Kairo, Venedig und Berlin gewissermaßen die Scheinwerfer abgeben. Außerdem zeigt sich nun, dass die ein oder andere Kritik zu kurz gegriffen hat. Aber: besser unterschätzt als übertroffen, und auf jeden Fall "herrlich ehrlich".