Das Rathaus in Osnabrück.

Concerts Remarquables

Legenden der Leidenschaft

Große Musik ist eine Welt großer Gefühle, mitgeteilt in geheimnisvoller Sprache. Komponisten gelten deswegen als auserwählte Menschen. Auch, weil sie ihr Leben an die Musik verschwenden und dafür auf bürgerliches Glück oft verzichten. Sie leben ihre Leidenschaften auf andere Weise aus und lassen uns Zuhörende großzügig daran teilnehmen. Davon berichtet das Autorenpaar Annette Kristina Banse und Hans Christian Schmidt-Banse Abend für Abend in wohlgestalteter Rede, Hand in Hand mit meisterlich dargebotener Musik.

Annette Kristina Banse und Hans Christian Schmidt-Banse
Annette Kristina Banse und Hans Christian Schmidt-Banse

LEBENSWEGE – KLANGSPUREN

Die Lebenslinien mancher Komponisten sind seltsam, zuweilen wunderlich, manchmal tragisch. Die entsprechenden Klangspuren laufen entweder parallel, oder sie folgen einem ganz anderen Kompass … die Regeln des Lebens und die der Kunst sind nicht identisch.
In dem einen Fall lässt sich die Musik wie ein Tagebuch lesen, während sie andererseits wenig bis gar nichts Privates preisgibt. Der Künstler lebt nun mal in einer realen und in einer idealen Welt zugleich. Und wo er wirklich zu Hause ist, wird – wenn überhaupt – nur in der Spiegelung von Tag und Traum erkennbar.

Montag, 3. März 2014
"Ich bin ihm gleich zu achten an Elend"
Zwei Beethoven-Sonaten, zwei Momentaufnahmen
Maja Weber (Violoncello) und Per Lundberg (Klavier)

Beethovens Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur op. 102 Nr. 2 aus dem Jahr 1815 und die Sonate für Violoncello und Klavier F-Dur op. 5 Nr. 1 aus dem Jahr 1797 markieren das Ende und den Anfang einer 18 Jahre langen Wegstrecke in diesem außergewöhnlichen Leben. Sie sind von gänzlich unterschiedlichem Ausdruck, sie sprechen eine radikal gegensätzliche musikalische Sprache. Deswegen liegt es nahe, beide Sonaten zum Anlass zu nehmen, die achtzehn Beethoven-Jahre zwischen der letzten und der ersten Cellosonate zu spiegeln: wie ein immer problematischer sich gestaltender Lebensweg dann in immer problematischer gezeichneten Klangspuren seinen Niederschlag findet. Mit anderen Worten: wie sich das jugendlich Gesunde und das alternde Kranke in zwei Werken aus ein und derselben Hand begegnen.
Musik: Sonaten für Violoncello und Klavier op. 5, 1 und op. 102, 2

Montag, 5. Mai 2014
"Kein Name könnte reiner sein"
César Franck: die Glut der frommen Ekstase
Eine Spurensuche auf zehn losen Blättern
Morpheus Quartett und In-Kun Park, Klavier

Glaubt man dem Brio des Klavierquintetts f-Moll, der brennenden Glut seiner leidenschaftlich aufgetürmten Klanggewalten und der hemmungslosen Sinnlichkeit dieser Musik, so könnte man denken, ihr Komponist hätte nichts anderes getan, als seine inwendigen Passionen in entsprechenden Klängen zu entäußern. Hier aber streben Lebensweg und Klangspur total auseinander: César Franck hat so gar keine Kennzeichen eines rauschhaften Romantikers, sein Profil zeigt eher die kargen Linien eines frommen, asketischen Organisten im Dienste Gottes. Ja, aus welchen Tiefen seiner verborgenen Seele kommen dann diese vulkanischen Eruptionen? Aus welcher Quelle sprudeln solche Klangspuren, wenn sie denn im Lebensweg nahezu undenkbar sind?
Musik: Choral op. 18, Grand Caprice op. 5, Klavierquintett f-Moll

Montag, 2. Juni 2014
" ... und mein Vater sollte sich im Grabe über mich freuen"
Wolfgang Amadeus Mozart, Sohn
Szenen aus einem Leben im Schatten
Peter Hörr (Violoncello) und Henri Sigfridsson (Klavier)

Was mag sich Constanze Mozart wohl dabei gedacht haben, ihren letzten Sohn Franz Xaver alsogleich in Wolfgang Amadeus umzutaufen und den blassen Knaben zum kompositorischen Universalerben des berühmten Vaters zu bestimmen, zum Nachfolger gleichen Namens? Franz Xaver alias Wolfgang Amadeus Mozart Sohn gehorchte, komponierte … und brach unter der Last des zentnerschweren Gepäcks auf seinen schmalen Schultern beinahe zusammen. Ein Lebensweg ohne besonders tiefe und breite Klangspuren. Ein Lebensweg aber, der uns Hochachtung abnötigt und auch ein Stück Bewunderung darüber, wie tapfer Sohn Mozart seine fremdbestimmte Rolle durchgehalten und trotzdem seine eigene in aller Stille gefunden hat. Das exemplarische Schicksal der kleinen Kinder von ganz großen Vätern … Wolfgang Amadeus Sohn hat es auf wundersame Weise gemeistert.
Musik: aus Klaviersonate op. 10, Polonaises mélancholiques, aus Klavierkonzert op. 24,
Sonate für Violoncello und Klavier op. 19

Die CONCERTS REMARQUABLES werden gefördert von PIANOHAUS KEMP 1913
STIFTUNG NIEDERSACHSEN




Weitere Informationen:
 

Steigenberger Hotel Remarque

Natruper-Tor-Wall 1
49076 Osnabrück
Telefon: 0541 6096-0
Fax: 0541 6096-600

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