Netanjahu und Abbas setzen Gespräche fort(Deutschlandfunk) Der israelische Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas wollen ihre Verhandlungen über eine Friedenslösung am 14. September fortsetzen. Wie der US-Nahost-Gesandte Mitchell nach dem Treffen in Washington mitteilte, soll es danach weitere Begegnungen im zweiwöchigen Abstand geben. Bei den ersten direkten Gesprächen zwischen Israelis und Palästinensern nach zwei Jahren bekräftigten beide Seiten ihren Willen, innerhalb eines Jahres eine Friedensregelung zu erreichen. Ziel sei eine Zwei-Staaten-Lösung. Mitchell fügte hinzu, die Stimmung sei konstruktiv und positiv gewesen. Allerdings gebe es weiterhin sehr ernste Differenzen zwischen den Konfliktparteien. Umstritten sind vor allem die Grenzen eines künftigen Palästinenserstaates, die Rückkehr von Millionen Flüchtlingen sowie die israelische Siedlungspolitik.
Grundsätzliche Entscheidung über Karstadt-Mieten - von der Leyen zuversichtlich(Deutschlandfunk) Bundesarbeitsministerin von der Leyen ist zuversichtlich, dass die Kaufhaus-Kette Karstadt gerettet werden kann. Zwar seien noch nicht alle Verträge unterschrieben, sagte die CDU-Politikerin nach einem Treffen mit dem Investor Berggruen in Berlin. Es gebe aber eine berechtigte Hoffnung, dass es nicht zu einer Liquidation von Karstadt komme. Berggruen hatte zuvor mitgeteilt, dass sich die Gläubiger des Vermieterkonsortiums Highstreet bei ihren Beratungen in London grundsätzlich auf Mietsenkungen für die Kaufhäuser verständigt hätten. - Heute will das Amtsgericht der Stadt Essen über die Annahme des Insolvenzplans entscheiden.
Homburger warnt vor europäischem Finanzausgleich(Deutschlandfunk) Die FDP-Fraktionsvorsitzende Homburger hat die Bundesregierung vor falschen Weichenstellungen bei der Bekämpfung der Schuldenkrise in der Euro-Zone gewarnt. Die Freien Demokraten wollten keine Transferunion, sagte Frau Homburger dem "Hamburger Abendblatt". Man werde deshalb einem Länderfinanzausgleich auf europäischer Ebene nicht zustimmen. Im Mai hatten die europäischen Regierungschefs als Reaktion auf die Schuldenkrise in Griechenland und anderen Euro-Staaten beschlossen, eine Zweckgesellschaft zu gründen. Der kurzfristig ins Leben gerufene 440 Milliarden umfasssende Schirm ist bis Mitte 2013 befristet. So lange können in Not geratene Länder Geld beantragen. Die FDP-Fraktion befürchtet nun, dass die Euro-Staaten die Schaffung eines ständigen Rettungsfonds beschließen könnten.
Spitzelaffäre bei der Telekom: Prozessbeginn in Bonn(Deutschlandfunk) Vor dem Landgericht in Bonn beginnt heute der Prozess um die Datenaffäre bei der Telekom. Angeklagt sind mehrere Manager des Unternehmens sowie der Chef einer Fremdfirma. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem vor, gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstoßen zu haben. Außerdem müssen sie sich wegen Untreue und versuchter Erpressung verantworten. Es geht um Vorfälle aus den Jahren 2005 und 2006. Damals sollen die Angeklagten illegal Telefondaten von Aufsichtsräten, Gewerkschaftern und Journalisten erfasst haben.
Koalitionsgipfel zur Energiepolitik am Sonntag(Deutschlandfunk) Bundeskanzlerin Merkel hat nach Agenturberichten für Sonntag einen Koalitionsgipfel einberufen, auf dem der Streit über die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken beigelegt werden soll. An dem Treffen sollen Regierungsmitglieder sowie die Spitzen der Fraktionen von Union und FDP teilnehmen. Frau Merkel hatte eine Verlängerung von zehn bis 15 Jahren ins Gespräch gebracht. dpa-apn sp 3.9.2010
50. Internationale Funkausstellung in Berlin öffnet für das Publikum(Deutschlandfunk) In Berlin ist die 50. Internationale Funkausstellung von heute an offiziell für Besucher geöffnet. Mehr als 1.400 Aussteller aus 74 Ländern präsentieren vor allem Neuheiten aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Bundeskanzlerin Merkel hatte sich gestern Abend bei einem Festakt für eine flächendeckende Versorgung mit Breitbandverbindungen ausgesprochen. Die Unternehmen rief sie zu nachhaltigen Bemühungen bei der Entwicklung innovativer Produkte auf.
Wetter: In der Nacht im Osten Regen, sonst meist klar, 12 bis 5 Grad(Deutschlandfunk) Das Wetter: In der Nacht im Osten noch Regen, sonst klar, gegen morgen stellenweise Nebel. Tiefsttemperaturen 12 bis 5 Grad. Am Tage im Süden und später auch im Westen zeitweise sonnig, sonst wechselnd bewölkt, im Osten Schauer. Höchstwerte zwischen 15 und 20 Grad, am Rhein bei 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag Wechsel von Sonne und Wolken. Nur im Nordosten Schauer oder Gewitter. 16 bis 23 Grad.