Direkte Kinderbeteiligung bleibt in der Verkehrsplanung und Verkehrssicherheitsarbeit bislang noch weitgehend auf Einzelprojekte beschränkt. Polizisten halten Kraftfahrer an und Kinder verteilen rote Karten als "Denkzettel" an die zu schnell Fahrenden. In Schulprojekten zählen Kinder Autos, messen Geschwindigkeiten und Gehwegbreiten. In Zukunftswerkstätten entwerfen sie mitunter Spielstraßen, die auch für Fahrspiele geeignet sind, oder entwickeln eine Vision vom kinderfreundlichen Stadtverkehr der Zukunft. Überwiegend beschränkt sich Kinderbeteiligung jedoch auf Problembeschreibungen und die Formulierung von grundlegenden Anforderungen.
In Osnabrück wurde in 2001 erstmalig in einem städtischen Verkehrsplanungsprojekt ein Beteiligungsansatz gewählt, der Kinder in alle Projektphasen - Situationsanalyse, Maßnahmenkonzeption und Umsetzung erster Maßnahmen - systematisch einbezog. Insgesamt waren rund 80 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren am Projekt beteiligt - das waren immerhin fast 20 Prozent der im Stadtteil lebenden Kinder dieser Altersgruppe.
Die Art, wie Kinder hier eingebunden werden, ist nicht nur für Osnabrück neu: Landes- und bundesweit stieß das Verkehrskonzept Haste auf Interesse und Zustimmung. Honoriert wurde dieses Vorgehen mit zwei Preisen: 2003 mit dem ersten Platz im landesweiten Wettbewerb "Niedersachsen Kinderland" und 2006 mit dem Sieg in der Kategorie "Kommunen und Länder" des Renault Wettbewerb "safety stars".
Weitere Informationen:
Fachdienst Verkehrsplanung
Dominikanerkloster
Hasemauer 1
49074 Osnabrück
Sprechzeiten:
montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr
montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr
Termine nach Vereinbarung
Barrierefreiheit:
Behindertengerechtes Parken: ja
Behindertengerechter Zugang: ja
Behindertengerechtes WC: nein
Busverbindung:
S10, 11, R11, 12, 13, E33 - Rißmüllerplatz
Parken:
Stadthausgarage
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