"Ich bin kein Theoretiker, kein Konzeptkünstler, sondern ein visueller Charakter, der in Formen lebt und in Farben philosophiert", sagt Viktor Hurr über seine Arbeit. "Ich achte nicht auf Technik, Definitionen oder Begriffe, nur das Gefühl ist für mich wichtig, was ich spüre, was ich denke, was ich zeigen will, weil ich es für sehr wichtig halte." Der 1949 in Russland geborene Maler erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Volkshochschule der Künste in Moskau und der Staatlichen Kunstschule Taschkent. Viktor Hurr ist Nachfahre einer deutschen Winzerfamilie, die sich nach einer langen Periode von Missernten und Hungersnöten Anfang des 19. Jahrhunderts von Ulm aus auf den Weg nach Russland machte.
Sein Bilderzyklus "Vom langen Weg zurück" zeigt Stationen dieser Auswanderung über zwei Jahrhunderte, wie sie viele der deutschen Aussiedler erlebt haben. Dem hoffnungsvollen Aufbruch folgten bald Ernüchterung, Leid und Vertreibung. Bei der Rückkehr Generationen später erwartet sie eine inzwischen fremdgewordene Heimat. Viktor Hurr lebt seit 1994 in Osnabrück.






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