Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation Direkt zur Sucheingabe

Ausstellung 

Wanderausstellung "Bilder, die lügen"

Manipuliertes Bild mit Willy Brandt
Manipuliertes Bild mit Willy Brandt
Manipuliertes Bild mit Willy Brandt
Originalfoto mit Lenin (Ausschnitt)
Lenin: Originalfoto
Originalfoto mit Lenin
Lenin: Retuschiertes Foto (Ausschnitt)
Lenin: Retuschiertes Foto
Lenin: Retuschiertes Foto
 
Die Volkshochschule Osnabrück zeigt in Zusammenarbeit mit dem Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück bis zum 7. Januar  im Oberlichtsaal des Museums die Ausstellung "Bilder, die lügen", die mit finanzieller Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland entwickelt wurde.

Die Menschen leben in einer Welt von Bildern: in der Werbung, in der Politik, im Journalismus. Besonders Fotografien und Fernsehbilder - so scheint es - produzieren ein originalgetreues und vermeintlich objektives Abbild der Realität, sie prägen das "Bild" von der Welt.

Die Wanderausstellung "Bilder, die lügen" fragt nach der Objektivität von Bildern und zeigt Grundmuster der Manipulation von und mit Bildern. Die Besucher tauchen ein in ein "Lügen-ABC": von "A wie Aktuelles" über "K wie Kalter Krieg" bis "Z wie Zukunft". Rund 300 Objekte veranschaulichen die Bandbreite des Themas.

Die bekannteste Methode, Fotos zu manipulieren, ist der direkte Eingriff in das Bildmaterial. Vor allem totalitäre Systeme nutzen bis heute diese Methode. "D wie Damnatio memoriae" bedeutet im klassischen Verständnis, die Erinnerung an bereits verstorbene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auszulöschen. Die Ausstellung zeigt, wie missliebig gewordene und in Ungnade gefallene Personen aus vorhandenem Bildmaterial entfernt und so aus der geschichtlichen Erinnerung gestrichen werden.

Bilder lügen auch durch Informationen zum Bild: "B wie Born" rollt einen der spektakulärsten Fälle von Fälschung im Fernsehen auf. Mangelhafte journalistische Sorgfalt ermöglichte dem freiberuflich arbeitenden Journalisten Michael Born, Magazinbeiträge mit gestellten Szenen bei verschiedenen Sendern zu platzieren. Nicht die Bilder allein, sondern erst die begleitende Kommentierung machten die Beiträge zur Lüge.

Ein weiteres Grundmuster ist die "Lüge mit Bildern", die geschickte und manipulative Zusammenstellung von Einzelbildern. "F wie Führermythos" zeigt am Beispiel des "Führers" Adolf Hitler die Inszenierung einer Person zum fast übernatürlichen Wesen der "Vorsehung".

Jeder "Fall" der Ausstellung wird in seinem spezifischen historischen Kontext erläutert. Wesentliche Rollen spielen technische Umsetzung, Entlarvung und Rezeption der Lügengeschichten. Ziel ist, die Besucher zu einem kritischen Umgang mit Bildern anzuregen.

An ihren verschiedenen Stationen hat die Ausstellung bislang für großes Aufsehen gesorgt. Allein in Berlin, wo sie im Deutschen Historischen Museum zu sehen war, strömten mehr als 145000 Besucher in die Ausstellung.

Zur Ausstellung wird von der Volkshochschule Osnabrück ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten. Das Ausstellungsprojekt in Osnabrück wird von der Osnabrücker Baufirma Köster unterstützt.

Begleitpublikation zur Ausstellung ist das Buch "Bilder, die lügen", herausgegeben von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bouvier-Verlag, Bonn, 14,90 Euro.

Öffentliche Führungen

Samstags und sonntags 11.30 Uhr; Kosten 2 Euro pro Person;

Gruppenführungen nach Vereinbarung, Kosten 36 Euro, Anmeldung unter 323-2207;

 

Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück und Felix-Nussbaum-Haus

Lotter Straße 2
49078 Osnabrück

Busverbindungen:

S10, 11, R11, 12, 13, 21, 31, R31, 33, X150 - Heger Tor

Barrierefreiheit:

Behindertengerechte Parkplätze in der Stadthaus-Garage und Nikolai-Garage
Behindertengerechter Zugang: ja
Behindertengerechtes WC: ja

Parken:

Stadthausgarage, Nikolaigarage
Eine Haltestelle für Reisebusse befindet sich an der Lotter Straße direkt vor dem Eingang des Felix-Nussbaum-Hauses

Öffnungszeiten:

dienstags bis freitags: 11 bis 18 Uhr
samstags und sonntags: 10 bis 18 Uhr



Telefon:
0541 323-2207 oder 0541 323-2237
Fax: 0541 323-2739
Museumspädagogik
Telefon: 0541 323-2064
museumosnabrueck.de

 
Linktipps:
Zurück   Seitenanfang