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Mutterschutz 

Mutterschutz


Schutz für Mütter
Bei normalem Verlauf lässt sich eine Schwangerschaft gut mit dem Beruf in Einklang bringen. Das Mutterschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, besondere Schutzmaßnahmen für Sie zu treffen.
Geltungsbereiche des Mutterschutzgesetzes
Das Mutterschutzgesetz gilt unabhängig von der Staatsangehörigkeit für alle Frauen, die in Deutschland in einem Arbeitsverhältnis stehen, auch dann, wenn sie in Heimarbeit tätig sind.

Für Beamtinnen gilt die Verordnung über den Mutterschutz für Beamtinnen, die sich inhaltlich größtenteils mit dem Mutterschutzgesetz deckt.

Mitteilung an den Arbeitgeber
Sie müssen Ihren Arbeitgeber nicht über Ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Entbindungstermin informieren. Sie sollten es dennoch tun, damit Ihr Arbeitgeber die Vorschriften des Mutterschutzgesetzes einhalten kann.

Der Arbeitgeber kann ein Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme verlangen, um danach die ungefähren Termine für die Schutzzeiten zu ermitteln. Die hierfür entstehenden Kosten trägt er selbst.

Der Arbeitgeber muss zudem die Aufsichtsbehörde über die Schwangerschaft informieren. Ansonsten darf er mit niemandem ohne Ihre Einwilligung über Ihre Schwangerschaft sprechen.


Gestaltung des Arbeitsplatzes
Wenn Sie schwanger sind, muss Ihr Arbeitgeber dafür sorgen, dass Ihr Arbeitsplatz Ihren veränderten Bedürfnissen gerecht wird. Arbeiten Sie im Stehen oder Gehen, muss Ihnen eine Sitzgelegenheit für kurze Pausen bereit gestellt werden. Arbeiten Sie dagegen im Sitzen, müssen Sie Gelegenheit haben, kurze Pausen einzulegen.

Sie dürfen keine schweren körperlichen Arbeiten ausführen. Außerdem dürfen Sie keiner schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen, von Staub, Gasen oder Dämpfen, von Hitze, Kälte oder Nässe, von Erschütterungen oder Lärm ausgesetzt werden.


Beschäftigungsverbote
Sie dürfen nicht arbeiten, wenn die Arbeit das Leben oder die Gesundheit des Kindes oder Ihr Leben oder Ihre Gesundheit gefährdet.
Außerdem dürfen Sie in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nicht arbeiten, es sei denn, Sie haben sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklärt. Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.

Nach der Entbindung dürfen Sie bis zum Ablauf von acht Wochen, bei Früh- und Mehrlingsgeburten bis zum Ablauf von zwölf Wochen nicht beschäftigt werden.

Sind Sie in den ersten Monaten nach der Entbindung noch nicht wieder voll leistungsfähig, muss der Arbeitgeber dies bei der Vergabe der Arbeit berücksichtigen.


Kündigungsschutz
Ihr Arbeitgeber darf Ihnen während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung nicht kündigen, wenn er zur Zeit der Kündigung von der Schwangerschaft oder Entbindung gewusst hat oder Sie ihm dies innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung mitteilen.
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Geändert am 04.07.2006 14:20