Die mittelalterliche Klosterkirche im Herzen der Stadt, die im 13. und 14. Jahrhundert erbaut wurde, fiel zu Zeiten Napoleons der Säkularisation zum Opfer und erhielt als Exerzierhalle und Magazin einer Infanteriekaserne eine sehr profane Bestimmung. Nach dem 2. Weltkrieg wurden Kulissen des Theaters in dem Kirchenschiff gelagert. Erst im Zuge der Sanierung der Altstadt wurde das städtebauliche Juwel wiederentdeckt, in den 60iger Jahren planmäßig restauriert und schließlich Schritt für Schritt als Ort der Begegnung mit bildender Kunst gestaltet.
Mit der Namensgebung "Kunsthalle Dominikanerkirche" verbindet sich eine programmatische Absicht, die der Rat der Stadt 1991 durch Beschluss offiziell bekräftigte. Das Ausstellungsprogramm der Kunsthalle Dominikanerkirche zielt auf einen bestimmten Typus von inszenierten raumbezogenen Präsentationen. Mit ihnen möchte die Stadt die Auseinandersetzung mit der heutigen Funktion und Rolle von Kunst sowie ihre ästhetische Erfahrung fördern und in Gang halten.

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