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Zur Person 

Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899-1962)

Bedeutender Vertreter des Konstruktivismus

Friedrich Vordemberge Gildewart in Ulm, 1960, Foto
Vordemberge-Gildewart
Friedrich Vordemberge-Gildewart wurde am 17. November 1899 in Osnabrück geboren. Als Sohn eines Schreiners lernte er zunächst bei seinem Vater dieses Handwerk. Bereits mit 20 Jahren, im Jahre 1919, zog er nach Hannover um, um seine Ausbildung an der Technischen Hochschule zu vollenden. Hannover war in den 1920er Jahren eines der wichtigsten Zentren der Moderne in Deutschland. Hier arbeitete Vordemberge-Gildewart an der avantgardistischen Zeitschrift "Der Sturm" mit und traf mit Vertretern zeitgenössischer Kunst wie Hans Arp, Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky zusammen.

Vordemberge-Gildewarts künstlerisches Schaffen war von Anfang an durch Vielfältigkeit geprägt. Der geometrischen Abstraktion verpflichtet schuf er nicht nur Gemälde und Reliefs, Collagen und Fotomontagen, sondern er war ebenso ein bedeutender Typograph, Theater- und Bühnenmaler, Möbeldesigner und Innenarchitekt. Bis 1939 beteiligte er sich unter anderem an bedeutenden Ausstellungen in New York, Paris und London.

Für die Nationalsozialisten galt die Kunst Friedrich Vordemberge-Gildewarts nach der Machtergreifung 1933 als entartet. So wurden einige seiner Werke 1938 in München auf der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt. 1937 emigrierte Vordemberge-Gildewart erst in die Schweiz und dann nach Amsterdam, wo er bis 1954 lebte. In diesem Jahr folgte seine Berufung an die Hochschule für Gestaltung in Ulm. Bis zu seinem Tod im Jahr 1962 war er dort Leiter der Abteilung für visuelle Kommunikation.

Friedrich Vordemberge-Gildewart wurde in Osnabrück beerdigt.

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