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Die Sammlung 

Wechselvolle Geschichte

Wohnhaus der Familie Stüve in der Krahnstraße 25, Fotografie, Osnabrück, Ende 19. Jahrhundert
Wohnhaus der Familie Stüve
Gerechtigkeit und Frieden umarmen sich
Gerechtigkeit und Frieden umarmen sich
Bäuerliche Reisegesellschaft
Bäuerliche Reisegesellschaft
Die "Sammlung Gustav Stüve" ist Teil einer größeren Gemäldekollektion, zu der Johann Christoph Wöbeking (1680-1770), Leibarzt des Osnabrücker Fürsten und Bischofs, den Grundstein legte.

Seine Kinder - die mit Kanzleirat Eberhard Berghoff (1720-1780) verheiratete Anna Sophie (1727-1795) und Stadtrichter Ernst Georg (1729-1797) - führten in der Krahnstraße 25 einen gemeinsamen Hausstand, was vermutlich eine frühe Teilung des elterlichen Erbes verhinderte. Die von beiden Seiten auf nahezu 240 Gemälde erweiterte Sammlung erbten die beiden Berghoff-Töchter. Die Bilder wurden geteilt und teilweise verkauft.

Durch die Heirat von Margarete Agnes Berghoff (1756-1826) mit Bürgermeister Heinrich David Stüve (1757-1813) gelangte der größere Erbteil in die Familie Stüve. Zwei von drei Söhnen - Bürgermeister Johann Carl Bertram (1798-1872) und Gymnasialdirektor August (1794-1871) - pflegten die von den Eltern übernommene Sammlung weiter. Von Augusts Witwe Leopoldine Friederike Meyer (1800-1878), einer Enkelin der Berghoffs, erbten wiederum die drei Söhne Carl (1826-1905), Rudolf (1828-1896) und Gustav (1833-1911). Die 136 Gemälde wurden 1879 nach der Aufgabe des Stammsitzes in der Krahnstraße 25 aufgeteilt beziehungsweise verkauft.

Trotz dieser 250-jährigen wechselvollen Geschichte hat die "Sammlung Gustav Stüve" als Teil der historischen Sammlung "Wöbeking / Berghoff / Meyer / Stüve" einen Grad an Geschlossenheit bewahren können, der heute nahezu einmalig ist. Die Sammlung repräsentiert insbesondere niederländische und flämische Künstler des 16. und 17. Jahrhunderts.

  • Jan Asselyn (Diepen/Amsterdam 1610 - 1652 Amsterdam);
  • Jan Dirksz Both (Utrecht um 1618 - 1652 Utrecht);
  • Joos van Craesbeeck (Neerlinter um 1606 - 1654/55 Brüssel);
  • Jan van Goyen (Leiden 1596 - 1656 Haag);
  • Jan van Haensbergen (Utrecht 1642 - 1705 Haag);
  • Joos de Momper II d.J. (Antwerpen 1564 - 1635 Antwerpen);
  • Isaak de Moucheron (Amsterdam 1667 - 1744 Amsterdam);
  • Dirck de Quade van Ravensteyn (Niederlande 16.Jh. - nach 1619);
  • Roelant Savery (Kortrijk 1576 - 1639 Utrecht);
  • Gerard Ter Borch (Zwolle 1617 - 1681 Deventer);
  • Jacob Toorenvliet (Leiden 1635/36 - 1719 Leiden);
  • Moyses van Uyttenbroeck (Haag vor 1600 - 1647 Haag);
  • Lodevijk de Vadder (Brüssel 1605 - 1655 Brüssel);
  • François Verwilt (Rotterdam um 1620 - 1691 Rotterdam) und andere

Darüber hinaus bezeugen weitere repräsentative Einzelstücke das Interesse das Interesse für die italienische Malerei und das Schaffen deutscher Künstler des 18. und 19. Jahrhunderts.

  • Giovanni Busi de Cariani (Venedig 1485/90 - um 1548 Venedig);
  • Art Salvatore Rosa (Arinelle 1615 - 1673 Rom);
  • August Querfurth (Wolfenbüttel 1696 - 1761 Wien);
  • Christian Stöcklein (Genf 1741 - 1795 Frankfurt/Main);
  • Andreas Achenbach (Kassel 1815 - 1910 Düsseldorf);
  • Christian Morgenstern (Hamburg 1805 - 1867 München) und andere
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