Seit April 1938 nutzte die Gestapo hier Diensträume mit fünf Haftzellen im Keller. In der "Reichspogromnacht" 1938 wurden bis zu 90 Osnabrückerinnen und Osnabrücker in den Haftzellen im Schloss festgehalten. Die meisten Männer wurden anschließend von dort in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht. Bis Kriegsende wurden immer wieder politische Gefangene, Zwangsarbeiter oder rassisch Verfolgte in den Zellen im Schloss interniert.
Nach 1945 trat die Geschichte der Haftzellen in den Hintergrund. Mit dem Wiederaufbau des Schlosses fand hier ab 1953 die Pädagogische Hochschule und ab 1974 die Universität Osnabrück ihren Sitz.
Der "Verein Gedenkstätte im Schloss Osnabrück" hat schließlich 2001 die Gedenkstätte mit Unterstützung der Universität eingerichtet. Sie ist ein Ort der Information, des politischen Lernens, der Erinnerung und des Gedenkens. Die Gestaltung versucht, den Opfern Gesicht und Stimme zu geben und die Täter sichtbar zu machen. Dauer- und Wechselausstellungen in den ehemaligen Zellen des Hausgefängnisses bieten Informationen über die Gestapo und die NS - Herrschaft in Osnabrück.






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