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Exit - Wege aus der Gewalt 

Wege aus der Gewalt für Kinder und Jugendliche

Internationale Konferenz in Osnabrück

 
Im Mittelpunkt der von terre des hommes und der Stadt Osnabrück veranstalteten Konferenz "exit - Wege aus der Gewalt für Kinder und Jugendliche", die vom 8. bis 10. Mai 2001 in Osnabrück stattfand, stand der Erfahrungsaustausch und die Frage nach den Ursachen der Gewalt unter Kindern und Jugendlichen. Mehr als 50 Experten aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa nahmen daran teil.

In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden auch Fragen des Opfer-Täter-Ausgleichs, Formen der familiären Gewalt und Möglichkeiten der Präventionsarbeit behandelt. Insbesondere in Ländern der Dritten Welt und Osteuropas, so Experten, seien die Konflikte ein Ergebnis der ungerechten Reichtumsverteilung. In vielen Ländern schütze der Staat die elementaren Grundrechte nicht. Stattdessen würde er als Quelle der Gewalt empfunden. Jugendbanden seien ein Reflex auf diese Gewalt, weil sie Schutz vor Übergriffen böten.

Ein weiteres Ergebnis der Konferenz war, dass in der Präventionsarbeit Modelle zu entwickeln seien, in denen Kinder und Jugendliche an der Entwicklung von Problemlösungen mitwirken können. Neben verbesserten Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten wurden jugend- und kindgerechte Angebote im Bereich Schule und Freizeit gefordert.

Das Kinderhilfswerk terre des hommes Deutschland und die Stadt Osnabrück verstehen die Konferenz als einen Beitrag zur Förderung der Friedenskultur mit einer Zielsetzung, die weit über die Stadtgesellschaft hinaus im globalen Rahmen wirkt. Diese Konferenzen sollen alle zwei Jahre durchgeführt werden.

Während die Konferenz das Thema in seiner globalen Bedeutung diskutierte, hat das Büro für Friedenskultur im städtischen Fachbereich Kultur ein begleitendes Regionalprogramm organisiert. Über 50 Einrichtungen und Initiativen beteiligten sich an dem Regionalprogramm, zu dem ein Programmheft mit allen Veranstaltungen und Projekten erschienen ist. Das Regionalprogramm hat auch zu grenzüberschreitenden Kooperationen, zum Beispiel mit dem Roten Kreuz in Spanien oder der Osnabrücker Partnerstadt Haarlem, angeregt.

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