In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden auch Fragen des Opfer-Täter-Ausgleichs, Formen der familiären Gewalt und Möglichkeiten der Präventionsarbeit behandelt. Insbesondere in Ländern der Dritten Welt und Osteuropas, so Experten, seien die Konflikte ein Ergebnis der ungerechten Reichtumsverteilung. In vielen Ländern schütze der Staat die elementaren Grundrechte nicht. Stattdessen würde er als Quelle der Gewalt empfunden. Jugendbanden seien ein Reflex auf diese Gewalt, weil sie Schutz vor Übergriffen böten.
Ein weiteres Ergebnis der Konferenz war, dass in der Präventionsarbeit Modelle zu entwickeln seien, in denen Kinder und Jugendliche an der Entwicklung von Problemlösungen mitwirken können. Neben verbesserten Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten wurden jugend- und kindgerechte Angebote im Bereich Schule und Freizeit gefordert.
Das Kinderhilfswerk terre des hommes Deutschland und die Stadt Osnabrück verstehen die Konferenz als einen Beitrag zur Förderung der Friedenskultur mit einer Zielsetzung, die weit über die Stadtgesellschaft hinaus im globalen Rahmen wirkt. Diese Konferenzen sollen alle zwei Jahre durchgeführt werden.
Während die Konferenz das Thema in seiner globalen Bedeutung diskutierte, hat das Büro für Friedenskultur im städtischen Fachbereich Kultur ein begleitendes Regionalprogramm organisiert. Über 50 Einrichtungen und Initiativen beteiligten sich an dem Regionalprogramm, zu dem ein Programmheft mit allen Veranstaltungen und Projekten erschienen ist. Das Regionalprogramm hat auch zu grenzüberschreitenden Kooperationen, zum Beispiel mit dem Roten Kreuz in Spanien oder der Osnabrücker Partnerstadt Haarlem, angeregt.
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