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Gedenken an den 9. November 

Gedenkveranstaltung 9. November

Mahnung an die Lebenden

Alljährlich wird in Osnabrück der Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 gedacht. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden von den Nationalsozialisten reichsweite Pogrome gegen Juden angezettelt. Bekannt wurden diese Aktionen als so genannte "Reichspogromnacht".

Fast alle Synagogen wurden zerstört, jüdische Bürger verfolgt, misshandelt oder ermordet, die meisten jüdischen Geschäfte und Wohnungen geplündert. In Osnabrück wurde die Synagoge an der heutigen Alte-Synagogen-Straße von Angehörigen der SA verwüstet und in Brand gesetzt. Mitglieder nationalsozialistischer Organisationen überfielen jüdische Familien in ihren Wohnungen und transportierten viele Menschen zur Gestapo-Dienststelle im Schloss Osnabrück.

Jedoch nicht nur die SA, Gestapo und Parteifunktionäre waren an den Ausschreitungen in der Nacht und den Plünderungen am folgenden Tag beteiligt. Die Aktionen fanden vielfach unter dem Beifall von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Osnabrück statt.

Das Gedenken am Jahrestag der Pogromnacht ist zugleich ein Bekenntnis gegen Antisemitismus, Rassismus und politische Verfolgung in der Gegenwart. Seit dem Jahr 2001 richten Osnabrücker Schulen die zentrale Gedenkfeier aus. Die Schülerinnen und Schüler lassen ihre Erfahrungen von Ausgrenzung und Intoleranz in die Darstellungen einfließen, so dass die eindrucksvollen Gedenkveranstaltungen zu einer Mahnung für Gegenwart und Zukunft werden. Ein Rahmenprogramm bietet zudem die Möglichkeit, sich über den 9. November hinaus mit der NS-Zeit sowie den Spuren dieser Zeit in Osnabrück zu befassen.

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