"Die Interkult ist aus dem Veranstaltungskalender der Stadt nicht mehr wegzudenken und hat einen guten Ruf über die Grenzen der Stadt hinaus", sagte Oberbürgermeister Boris Pistorius bei der Vorstellung des Programms, das unter dem Motto "Bewegung" steht. Damit sei jede Form der Bewegung gemeint: die körperliche Begegnung, die geistige Auseinandersetzung oder auch die interkulturelle Verständigung. Wenn die Schirmherrin am Abend der inter.kult-Eröffnung von Proben aus dem Felix-Nussbaum-Haus mit dem Taxi kommt, hat dies reine Symbolkraft, stehen doch auch die Osnabrücker Taxifahrer sinnbildlich für "Bewegung": Sie sind beteiligt am Kommen und Gehen der Osnabrücker und ihrer Gäste. Oftmals haben sie einen Migrationshintergrund und stehen somit für Heimat und Fremde sowie - mit ihrem Beruf - für die Mobilität in der Stadt und zugleich auch für den Anfang einer Reise in die weite Welt. Sie sind Gesichter, die die Stadt bewegen und auch ausmachen.
Katharina Opladen, Leiterin des städtischen Büros für Friedenskultur, verwies auf das zunehmende Interesse der Bürgerschaft an der Organisation der "inter.kult". "Obwohl die inter.kult. jetzt im Wechsel mit dem Afrika-Festival alle zwei Jahre und komprimiert während eines Monats stattfindet, besteht ein großes Interesse an den Vorbereitungen und der Teilnahme an der Veranstaltungsreihe".
Hartmut Riemann, Sprecher der Trägervereinigung "Wochen der Kulturen", der über 100 Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen angehören, betonte, dass die "inter.kult" als eine Art "Kristallisationspunkt" gesehen werden könne, bei dem die unterschiedlichen kulturellen Gruppen der Stadt zusammenkommen und eine Veranstaltung organisieren.
Zu Beginn der inter.kult, vom 6. bis 16. September, überzeugt die engagierte Ausstellung "Perspektivwechsel" im Lutherhaus mit eindrucksvollen Exponaten von 80 Jugendlichen aus Niedersachsen, die zum Thema "Diskriminierung" Bilder, Filme und Installationen gearbeitet haben. Zur Eröffnung am 6. September um 17 Uhr sind Besucher herzlich willkommen.
Auf besondere Weise bewegt am Sonntag, 18. September, das beliebte Fest der Kulturen von 13 bis 19 Uhr auf dem Markt vor dem Rathaus. Hier kommen tausende Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen, um gemeinsam zu feiern, zu reden und die Vielfalt der kulturellen Angebote zu genießen. Die jungen und älteren Besucher erwartet über den Tag hinweg ein buntes interkulturelles Bühnen- und Aktionsprogramm sowie zahlreiche Spezialitäten- und Informationsstände.
Das Konzert des Stockholm Lisboa Projects, das im Lutherhaus für den 24. September vorgesehen war, fällt aus organisatorischen Gründen aus. Weitere Konzerte, Tanz- und Theaterveranstaltungen, Diskussionen zu politischen, gesellschaftlichen und auch interreligiösen Themen, Ausstellungen, Film und Literaturbeiträge runden das Programm der inter.kult 2011 ab.
Die Ausstellung "20 Jahre Twer - Osnabrück" wird vom 28. September bis 23. Dezember nicht am Johannistorwall 12a, sondern in der Galerie der städtischen Musik- und Kunstschule gezeigt.
Der Workshop „Tango Argentino“ in der städtischen Musik- und Kunstschule kann aus organisatorischen Gründen am 24. September nicht stattfinden. Geplant ist ein neuer Termin im Oktober.
Veranstalter sind die Trägervereinigung der Wochen der Kulturen, das Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück sowie die beteiligten Gruppen, Vereine und Initiativen. Weitere Auskünfte erteilt das Büro für Friedenskultur, Telefon 0541 323-2322, E-Mail inter.kult@osnabrueck.de.Das Gesamtprogramm der "Wochen der Kulturen – inter.kult 2011" ist in einer Broschüre nachzulesen. Sie liegt unter anderem im Rathaus, in der Tourist-Information, in Geschäften und der Gastronomie sowie an weiteren öffentlichen Orten aus oder kann auch gleich hier heruntergeladen werden.




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